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Geologie - Erzführende Formation

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Erzführende Formation

Die erzführende Formation wird in zwei tektonischen Einheiten, Hangend- und Liegend-Scholle, unterteilt. Zur Liegend-Scholle werden die Gesteinsschichten über dem Porphyroid bis einschließlich dem Zwischenschiefer (Eisenerzer Schichten) gerechnet. Über dem Zwischenschiefer liegt die Bewegungsbahn, an der die Hangend-Scholle über die Liegend-Scholle geschoben wurde.

Die erzführende Formation wird aus Devon und Unterkarbonkarbonaten aufgebaut und erreicht eine max. Mächtigkeit von ca. 270 bis 300m.

Die Gesteine des Unterdevons bilden die weitaus mächtigste Entwicklung und bestehen aus Crinoiden Stromatoporen Kalken, Kalkschiefer Flaserkalken, grauen und bunten Flaserkalken (Sauberger Kalken) und massigen, gut gebankten Kalken.

Die Ankerite und Siderite sind großräumig mehr oder weniger lagerförmig in diese kalkige Abfolge eingeschaltet. Die Vererzung tritt wolkenförmig auf, wobei es sich um eine Verwachsung zwischen Ankeriten und Sideriten (Sideroplesiten) in stark wechselnder Intensität handelt. Reicherzkörper, also Bereiche mit hohem Siderit-Anteil, werden häufig von ärmeren Verwachsungen bis zu reinen Ankeriten umhüllt. Der direkte Kontakt von solchen Reicherzkörpern mit Kalken bildet eher die Ausnahme.

Gesteine aus dem Mitteldevon konnten nicht nachgewiesen werden; gesichertes Oberdevon ist nur in sehr kleinen Resten vorhanden, überwiegend als Kalkgeröll in unterkarbonen Kalkbrekzien. Dies zeigt, daß die Oberdevonkalke im Unterkarbon wieder aufgearbeitet wurden.

Die rein kalkige Entwicklung geht an der Wende Unterkarbon zu Oberkarbon abrupt zu Ende, worauf die Ablagerung der Zwischenschiefer folgt. Tuffe in den Zwischenschiefern sind noch nicht mit Sicherheit nachgewiesen worden.