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Geologie - Tektonik

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Tektonik

Wie oben angeführt, bilden die Ergebnisse der conodontenstratigraphischen Untersuchungen die Grundlage für eine gesicherte Tektonik der Lagerstätte.

Die Lagerstätte des Erzbergs ist von verschiedenen Orogenesen betroffen worden, wobei man zwei Hauptgebirgsbildungszyklen unterscheiden kann. Erstens die ältere variszische und zweitens die jüngere alpidische Orogenese.

In der variszische Gebirgsbildung kam es zur Überschiebung zweier ursprünglich nebeneinander liegender Karbonatschollen. Die Tonschiefer funktionierten als Gleitbahn und kamen so zwischen die beiden Schollen, Liegend- und Hangend-Scholle, zu liegen. Demzufolge sind in manchen Bereichen die Zwischenschiefer bis zu den mächtigen Lagen ausgequetscht worden. Eine tektonische Verdoppelung, d.h., ein interner Teildeckenbau entstand. Die unter- bis oberkarbonen Zwischenschiefer gehören stratigraphisch zur Liegend Scholle. Die oberpermischen Werfener Schichten überlagern transgredierend den Schollenbau und beweisen damit das voroberpermische, also variszische Alter dieser Tektonik.

Durch die alpidische Orogenese ist die gesamte Schichtfolge muldenartig um eine mit 15-30 Grad nach Nord-Nord-Ost abtauchende Achse verformt worden. Während dieser Verformung sind zahlreiche Störungen entstanden. Der Christof Hauptverwurf, Nord-Süd streichend und gegen 0st einfallend, ist die bedeutendste Störung innerhalb der Lagerstätte. Der östlich dieser Störung stehender Muldenteil ist etwa 350 m gegen Osten abgesenkt worden. Hier liegt auch die geologische Ursache für die Existenz eines Untertagebaues. Die hinter der Tagbaugrenze liegenden Reicherzkörper konnten nur grubenbaumäßig wirtschaftlich gewonnen werden. Der Grubenbetrieb wurde Anfang 1986 planmäßig ausgeerzt.

Der steilstehende Vordernberger Saigerverwurf bewirkt nur im nördlichen Tagbaugebiet eine bedeutendere Blattverschiebung. Weiter gibt es eine kleinräumige, starke Zerstückelung und Versetzung um Meterbeträge entlang staffelförmiger Kluftsysteme subparallel zum Christof Hauptverwurf bzw. in Richtung zur Hauptdeformationsachse. Die Kontaktzone der Werfener Schichten zur erzführenden Formation ist in manchen Bereichen stark gestört und gefaltet. In solchen Fällen ist die Basisbrekzie stark geschiefert, verfaltet und nur schwer von Kalkschiefern zu unterscheiden.