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Geschichte - Abbau

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 Der Abbau

abbau2Ursprünglich wurde am Steirischen Erzberg Pingenbau betrieben. Pingenbau erfolgt obertage in flachen Gruben. So wurden die weichen Verwitterungserze abgebaut. Einzelne dieser Erzkörper wurden in die Tiefe verfolgt, die ersten Stollen entstanden.

Im 16. Jahrhundert wurde auf kaiserliche Anordnung der Stollenbau eingeführt. Mit dem Schlägel wurde das Eisen in festes Erzgestein getrieben, mürbes Gestein hingegen wurde mit der Keilhaue zertrümmert und mit der Kratze hervorgezogen. Der Abbau von weichem Brauneisenstein mit der Keilhaue - die heute noch das Wappen mancher Gemeinden ziert - war die älteste Abbaumethode. Mit Fäustel und Bergeisen wurden Löcher in den Berg getrieben. Diese Löcher wurden mit Sprengpulver gefüllt und große Felsen in Stücke gesprengt.

Das Herstellen von Bohrlöchern erfolgte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Hand. Bis zu drei Mann waren nötig, den Handbohrer ins Gestein zu treiben. Ab 1906 wurden Stoßbohrmaschinen eingeführt und ein Pressluftnetz über den Berg ausgebaut. 1930 wurden erste Versuche mit Bohrkränen unternommen. Unterschiedliche Drehschlagbohrer kamen zum Einsatz. Seit 1970 werden ausschließlich selbstfahrende hydraulische Bohrgeräte eingesetzt, die Bohrlöcher mit 15 cm Durchmesser erzeugen.

Am Erzberg wird seit dem Jahr 1820 im Tagebau abgebaut, die untertägige Gewinnung wurde 1899 eingestellt. 1932 wurde der Untertagebau wieder aufgenommen. 1948 wurde im Bereich der Erzbergspitze ein Trichterbau eingeführt. Die markante Pyramidenform des Erzberges entstand seit 1890, als der stufenförmige Tagebau eingeführt wurde. 1907 waren es 60 Stufen mit 12 Metern Höhe, 1928 halbierte man die Anzahl der Stufen: 30 Stufen - die nach Heiligen oder verdienten Bergleuten benannt sind - mit 24 Metern Höhe verleihen sie dem Erzberg sein heutiges Aussehen.