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Geschichte - Transport

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Der Transport

transport2Die am westlichen Talgrund entlang fahrenden Erzzüge wurden zum Charakteristikum für Eisenerz. Über den sogenannten "Huntslauf" wurde das Erz zum Bahnhof in Eisenerz gebracht. In der Erzverladeanlage wurden die Waggons befüllt und das Erz zu den Hütten nach Linz und Donawitz weitertransportiert. Die Erzverladeanlage wurde Mitte der 80-er Jahre eingestellt.

Ab 1810 bildeten staffelartig angeordnete Sturzschächte, die durch Horizontalstollen verbunden waren, die Hauptförderstrecke. Das Gestein wurde mit Förderwagen auf Schienen aus dem Berg transportiert und in einem Erzmagazin gesammelt. Von der sogenannten "Seybold-Halde" aus wurde das Erz an die Hochöfen verteilt. Schienenhunte und Pferdeförderbahnen erledigten den Transport des Erzes.

Die Errichtung von Rostöfen brachte für den Huntslauf eine Erweiterung. Endete er 1835 beim Wrbna-Ofen in Eisenerz, wurde er 1882 bis zur Erzverladestation am Bahnhof verlängert.

1873 wurde die Eisenbahnstrecke von Eisenerz nach Hieflau eröffnet, 1878 fuhren auf der Erzförderbahn Wismath - Präbichl die ersten Dampflokomotiven.

1883 wurde der Huntslauf teilweise zweigleisig ausgebaut und mit einer elektrischen Signalanlage ausgerüstet.

Ab 1891 war die Erzbergbahn Vordernberg – Eisenerz durchgehend befahrbar.

1898/99 wurde in Krumpental eine Dampfzentrale eingerichtet, der Huntslauf elektrifiziert und 1901 nach Münichtal zu den Hochöfen verlängert.

Bereits 1899 kam die erste 40 PS-E-Lok von Siemens & Halske auf dem Huntslauf zum Einsatz und 1900 folgten weitere sechs Lokomotiven mit 26 PS auf der Etage Dreikönig.

Mit den Zügen wurde nicht nur das Erz zu den Verladestationen und Hochöfen transportiert, auch die Belegschaft fuhr zu den Arbeitsstätten am Berg.

In den folgenden Jahrzehnten wurden immer leistungsstärkere Lokomotiven eingesetzt und zuletzt verkehrten auf der Strecke drei Garnituren mit je sechs Bodenentleerern mit 9 m³ Fassungsvermögen, die von 320 PS-Lokomotiven gezogen wurden. Nach Aufgabe des Hochofenbetriebes diente der Huntslauf seit 1945 vorwiegend dem Erztransport zum Bahnhof Eisenerz.

Die Neuerrichtung einer modernen Verladeeinrichtung neben der Aufbereitungsanlage im Krumpental brachte 1984 das Ende für die Huntslauf-Strecke.